Die Gemüsepolizei · Erstleser
Jemand nascht Rudis Erdbeeren. Erst gucken, dann schimpfen – ein kleiner Fall für Leseanfänger.
Rudi Rotkohl zählt jeden Morgen seine Erdbeeren.
Er zählt sie mit dem Finger. Er zählt laut.
Am Montag sind es zwanzig.
Am Dienstag sind es zwanzig.
Am Mittwoch sind es zwölf.
„MEINE ERDBEEREN!", brüllt Rudi.
Bella und Emil kommen gelaufen.
Emil holt seinen Zettel raus.
Er geht das Beet ab und schaut auf den Boden.
„Da!", sagt er. „Rote Punkte."
Die Punkte gehen quer durch das Beet.
Bella geht in die Hocke. Sie schaut lange hin.
„Emil", sagt sie. „Wie hoch sind die Punkte an den Blättern?"
Emil misst mit dem Finger nach.
„Ganz unten", sagt er.
„Dann ist der Dieb ganz klein", sagt Bella.
Die Punkte gehen unter dem Zaun durch.
Sie gehen über den Weg.
Sie gehen bis zur großen Hecke.
Dann hört Bella etwas.
Mampf. Mampf. Mampf.
Bella und Emil bleiben stehen.
Sie machen keinen Schritt mehr.
Bella schiebt einen Zweig zur Seite. Ganz weit weg von sich.
In der Hecke sitzt ein großer Igel.
Um ihn herum sitzen drei kleine Igel.
Alle vier haben rote Schnauzen.
Der kleinste hat eine ganze Erdbeere auf der Nase kleben.
Emil macht den Mund auf und sagt kein Wort.
Bella lässt den Zweig ganz langsam wieder los.
Sie holen Rudi.
Rudi kommt mit großen Schritten. Er hat die Harke noch in der Hand.
„Wo ist der Dieb?", ruft er.
„Pssst", macht Bella.
Rudi guckt in die Hecke.
Rudi guckt den kleinsten Igel an.
Der kleinste Igel guckt zurück. Mit der Erdbeere auf der Nase.
Rudi sagt eine ganze Weile gar nichts mehr.
„Am Waldrand ist alles trocken", sagt Emil. „Da wächst nichts mehr."
Rudi kratzt sich am Kopf.
Dann geht er los und holt einen Korb.
Er stellt ihn an die Hecke und geht wieder weg.
„Nicht anfassen", sagt Bella. „Nur hinstellen. Wie bei Pieks."
Am nächsten Tag graben sie ein neues Beet.
Nicht in Rudis Garten. Am Waldrand.
Rudi trägt die Pflanzen. Emil misst die Abstände.
Bella klopft die Erde fest.
„Wie viele Pflanzen?", fragt Rudi.
„Zwölf", sagt Emil und schreibt es auf.
Seitdem gehen die roten Punkte nicht mehr in Rudis Garten.
Sie fangen am Waldrand an. Und da hören sie auch wieder auf.
Rudi zählt trotzdem noch jeden Morgen.
Zwanzig. Zwanzig. Zwanzig.
Nur einmal waren es neunzehn.
Da hatte Rudi eine selbst gegessen.
Ende
Erinnert ihr euch?
Tipp: Online gibt es die Fragen auch als Quiz – jede richtige Antwort schaltet ein Bild im Sammelalbum frei.
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Die Geschichte wurde mit Hilfe von KI geschrieben und von einem Menschen geprüft.