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Wo sind die Bienen?

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre

An einem warmen Morgen ging Bella Brokkoli durch den Garten — und blieb stehen. Irgendetwas war anders. Aber was?

Sie hörte ganz genau hin. Und dann wusste sie es. Es war ganz still. Viel zu still.

„Emil, komm mal!", rief sie.

Emil Erbse kam herbeigelaufen. „Was ist denn los?"

„Hör doch", sagte Bella. „Sonst summt es hier überall. Aber heute? Kein einziges Summen. Die Bienen sind weg!"

Emil schaute sich um. Wirklich: Über den Beeten flog keine einzige Biene. Und die Blumen ließen die Köpfe hängen. An den Büschen hingen nur wenige, kleine Früchte.

„Das ist seltsam", sagte Emil. „Wo sind die Bienen bloß hin?"

„Ein Fall für die Gemüsepolizei", sagte Bella. „Wir finden es heraus."

Zuerst dachte Emil: „Vielleicht ist es ihnen zu kalt?" Doch die Sonne schien warm, und die Luft war warm. Nein, kalt war es nicht.

„Vielleicht sind sie einfach fortgeflogen", sagte Emil traurig. „Für immer."

„Das glaube ich nicht", sagte Bella. „Bienen bleiben doch gern hier. Irgendetwas muss passiert sein."

Da kam Frida Fenchel vorbei, flink wie immer. „Ich helfe euch suchen!", rief sie. „Ich kann überall hinklettern."

Zu dritt suchten sie. Sie schauten hinter dem Gartenhaus. Sie schauten unter den Blättern. Sie schauten sogar oben in den Bäumen. Doch keine Biene war zu sehen.

„Hier ist keine einzige", seufzte Frida und ließ die Schultern hängen. „Der ganze Garten ist leer."

Emil schaute sogar in einen alten Blumentopf. Nichts. Bella hob ein großes Blatt hoch. Auch nichts. Nur ein einzelner Marienkäfer krabbelte vorbei, aber keine Biene.

Einen Moment wussten die drei nicht weiter. Ohne Bienen keine Früchte — das wusste jeder im Gemüseland. Und der Garten wurde von Tag zu Tag trauriger.

Doch dann hob Frida den Kopf. „Pssst! Hört ihr das?"

Alle wurden ganz still. Und tatsächlich — von ganz weit weg kam ein leises Geräusch. Ein zartes Summen. Summ, summ, summ.

„Da!", rief Frida. „Da hinten summt es! Kommt!"

Sie liefen dem Summen nach, über den Weg, bis ganz hinten an den Rand vom Garten. Und da blieben sie staunend stehen.

In einer kleinen wilden Ecke, wo bunte Blumen wuchsen, war alles voller Bienen. Hunderte! Sie flogen von Blüte zu Blüte und summten fröhlich. Es war die einzige Ecke im ganzen Garten, in der noch Blumen blühten.

Es roch süß nach Blüten, und die ganze Luft war voll vom Summen. So viele Bienen auf einem so kleinen Fleck — das war ein wunderschöner Anblick.

„Da sind sie ja alle!", rief Emil. „Aber warum sitzen sie nur hier?"

Bella schaute genau hin. Sie schaute auf die bunte Blumen-Ecke. Dann schaute sie zurück auf den ordentlichen Garten, wo alles kurz und aufgeräumt war.

„Ich glaube, ich hab's", sagte sie langsam. „Schaut mal. Hier blühen noch Blumen. Aber im Garten haben wir alle Blumen weggeschnitten, damit es schön ordentlich aussieht. Und ohne Blumen finden die Bienen dort nichts mehr zu essen!"

„Dann fragen wir Otto", rief Emil. „Der weiß bestimmt Rat."

Sie liefen zu Otto Oregano. Otto hörte sich alles an und nickte. „Da habt ihr etwas Wichtiges herausgefunden", sagte er. „Die Bienen brauchen Blumen. Aus den Blüten holen sie sich süßen Saft. Und dabei tragen sie ganz feinen gelben Blütenstaub von Blume zu Blume. Nur so wachsen später die Früchte. Keine Blumen — keine Bienen. Keine Bienen — keine Früchte."

„Dann müssen wieder Blumen her!", rief Bella. „Ganz viele!"

Und so machten sie sich alle an die Arbeit. Sie ließen die wilde Ecke stehen, wie sie war. Und mitten im Garten legten sie ein großes, buntes Blumenbeet an — eine richtige Blumenwiese.

Alle halfen mit. Frida streute die Samen, Emil goss mit der Kanne, und Bella machte die Erde schön locker. Sogar Rudi Rotkohl kam mit seiner Karre voll guter Erde. Und Otto zeigte, welche Blumen die Bienen am liebsten mögen: Klee, Kornblumen und leuchtende Ringelblumen.

„Nicht zu ordentlich", lachte Otto. „Ein bisschen wild ist genau richtig."

Es roch nach frischer Erde. Die kleinen Samen rieselten wie feine Körnchen durch Fridas Finger. Als alles fertig war, gossen sie das Beet noch einmal kräftig. „So", sagte Bella zufrieden. „Jetzt wächst hier bald ein bunter Bienen-Garten."

„Jetzt heißt es warten", sagte Otto. „Blumen brauchen ein bisschen Zeit."

Nach ein paar Tagen war es so weit. Überall in der Blumenwiese öffneten sich die Blüten — blau, rot und gelb. Und dann geschah es: Die erste Biene kam angeflogen. Dann noch eine. Und noch eine.

Summ, summ, summ. Bald summte der ganze Garten wieder.

Immer mehr Bienen kamen. Fleißig flogen sie von Blüte zu Blüte. Ihr Summen klang wie eine leise, fröhliche Musik. Und wo die Bienen waren, ging es den Pflanzen gleich besser. Die Köpfe der Blumen richteten sich auf. An den Büschen wuchsen wieder dicke, saftige Früchte. Sogar ein kleiner Schmetterling kam dazu und tanzte über die Blumenwiese.

„Geschafft!", jubelte Emil. „Die Bienen sind zurück!"

„Und schau nur, wie schön bunt der Garten jetzt ist", sagte Frida.

Otto lächelte zufrieden und schaute über den bunten Garten. „Ein bisschen wild und bunt darf ein Garten ruhig sein", sagte er. „Genau das lieben die Bienen — und wir freuen uns über die Früchte."

Von da an blieb die Blumenwiese für immer. Jedes Jahr blühte sie aufs Neue, und jedes Jahr summte es im Gemüseland lauter und fröhlicher als zuvor.

Und wenn Bella am Morgen durch den Garten ging, blieb sie manchmal einfach stehen und hörte dem Summen zu. Denn so wusste sie ganz sicher: Den Bienen ging es wieder gut.

Ende

🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu