„Auf die Plätze – fertig – los!"
Die Gemüseolympiade hatte begonnen! Überall standen bunte Zelte. Die Zuschauer winkten mit kleinen Fähnchen. Es roch nach warmen Waffeln.
Bella Brokkoli und Emil Erbse hatten wochenlang geübt. Beim Weitsprung sprangen sie, so weit sie konnten. Matti Mais sprang noch ein Stückchen weiter.
„Super gesprungen, Matti!", rief Bella.
Am Rand schleppte Arvid Artischocke zwei Bänke auf einmal für die Zuschauer. Er war der Stärkste von allen.
„Brauchst du Hilfe?", rief Bella.
„Passt schon!", rief Arvid. Dann stolperte er über seine eigenen Füße, fing sich wieder und trug weiter.
Beim Hindernisrennen kletterten die beiden über Heuballen und krochen durch einen Tunnel. Emil blieb mit der Kappe an einem Strohhalm hängen. Er zog den Kopf ein und krabbelte einfach weiter.
Sie wurden Dritte. Greta Gurke gewann und machte vor Freude einen Hüpfer.
„Dritter ist auch gut", sagte Emil und pustete sich das Stroh aus dem Gesicht.
Dann kam jemand zwischen den Zelten hervorgerannt.
Es war Hanna Hirse. Sie weinte.
„Bella! Emil!", rief sie. „Ihr seid doch die Gemüsepolizei. Ihr müsst mir helfen!"
Ihre Hände waren leer.
„Meine Tasche ist weg!", weinte sie. „Meine Schuhe, mein Trikot, alles war da drin. Und gleich ist der große Lauf. Ohne Schuhe kann ich nicht laufen."
Emil war sofort hellwach. „Ein Fall für die Gemüsepolizei."
Bella schaute zum großen Zelt. Dort hing die Glocke. „Wenn die Glocke dreimal BING macht, geht der große Lauf los", sagte sie. „Dann müssen wir fertig sein."
Zuerst suchten sie in dem Zelt, in dem sich alle umziehen. Dort standen überall Taschen auf dem Boden.
Emil blieb stehen und zeigte darauf. „Bella. Guck mal. Sieben blaue Taschen. Und alle sehen gleich aus."
Bella schaute hinter die Kisten. Dann bückte sie sich. „Emil. Unter der Bank. Da ist noch was."
Emil legte sich flach auf den Bauch und zog eine Tasche hervor. Blau, mit einem gelben Streifen.
„So eine habe ich auch!", rief Hanna.
Emil machte die Tasche auf. Drinnen lag nur ein einziger Turnschuh. Ein riesengroßer, grüner Turnschuh.
Hanna schüttelte den Kopf. „Das sind nicht meine Sachen."
„Ein Schuh, und keiner weiß, wem er gehört", sagte Emil. „Und was für einer. Da passen meine beiden Füße rein."
Bella seufzte. „Aber Hannas Sachen sind trotzdem weg."
Draußen rief eine Stimme: „Läufer zum Start!"
Die beiden fragten herum. Till Tomate kaute an einer Waffel.
„Eine blaue Tasche?", sagte er. „Die hatte Matti vorhin dabei. Er ist damit zur Turnhalle."
Bella rannte los, quer über den Platz, bis zur Turnhalle. Dort stand Matti und band sich die Schuhe.
„Matti!", rief Bella laut. „Hast du Hannas Tasche genommen?"
Alle schauten her. Matti wurde ganz still. Dann machte er seine Tasche auf. Darin lagen sein Trikot, seine Schuhe und ein Apfel.
„Das sind meine Sachen", sagte er leise. „Ich hab doch gar nichts genommen."
Bella schaute auf ihre Schuhe. „Das ... das tut mir leid, Matti", sagte sie. „Ich wollte nicht ..."
Matti nickte nur und ging hinaus.
Emil kam angelaufen und blieb neben Bella stehen. Keiner sagte etwas. Von draußen hörten sie die Zuschauer klatschen.
„Jetzt haben wir gar nichts mehr", sagte Bella. „Keine Tasche. Keine Spur. Und gleich fängt der Lauf an."
Sie setzte sich auf die Stufe vor der Turnhalle und schaute auf ihre Hände.
Da machte die Glocke BING. Einmal.
Hanna saß auf der Bank und schaute auf ihre nackten Füße.
Emil ging im Kreis. Dann blieb er stehen.
„Bella", sagte er. „Der Schuh in der fremden Tasche. Der war riesig. So große Füße hat hier nur einer."
Bella schaute auf. „Arvid."
„Und wenn Arvid seine Tasche verloren hat", sagte Emil, „dann hat er vielleicht eine andere mitgenommen. Eine, die genauso aussieht."
Bella sprang auf. „Ich hole ihn. Du bringst Hanna zum Start!"
Die Glocke machte BING. Zum zweiten Mal.
Bella rannte über die Wiese hinter den Zelten. Da war Arvid Artischocke. Er zog gerade ein Trikot an, das viel zu klein war. Es spannte überall. An einem Fuß hatte er einen Turnschuh. Am anderen eine Socke.
„Arvid!", rief Bella. „Ist das deine Tasche?"
Arvid schaute auf die Tasche neben sich. Blau, mit gelbem Streifen. Dann schaute er auf das viel zu kleine Trikot. Dann wurde er rot.
„Oje", sagte er. „Die sieht genauso aus wie meine. Ich habe wohl die falsche genommen."
Er zog das Trikot wieder aus und hielt Bella die Tasche hin. „Es tut mir so leid. Bring sie schnell hin!"
Bella rannte. Sie rannte so schnell wie noch nie.
Am Start stand Hanna barfuß im Gras. Emil hüpfte neben ihr auf und ab.
„Hanna, fang!", rief Bella und warf ihr die Tasche zu.
Hanna schlüpfte in ihre Schuhe. Sie band die Bänder zu, ganz schnell, mit zitternden Fingern.
Da machte die Glocke BING. Zum dritten Mal.
Hanna lief los. Sie war Letzte.
Emil hielt die Luft an. Bella hielt Emils Arm fest.
Hanna holte eine Läuferin ein. Sie kam näher an die nächste heran. Immer näher. In der Kurve zog sie vorbei.
Jetzt war nur noch eine vor ihr. Die Zuschauer sprangen von den Bänken. Hanna lief, und ihre langen blonden Haare flogen hinter ihr her.
Und dann riss Hanna das weiße Band im Ziel.
Alle jubelten. Hanna drehte sich im Kreis und suchte jemanden. Sie lief zu Bella und Emil und nahm beide gleichzeitig in den Arm.
Am Abend bekamen die Sieger ihre Medaillen. Bella und Emil bekamen keine. Emil klatschte am lautesten.
Bella suchte Matti. Er saß am Lagerfeuer.
„Matti", sagte sie. „Ich habe dich vor allen gefragt. Das war blöd von mir."
Matti rutschte ein Stück zur Seite und machte Platz auf dem Baumstamm. „Setz dich", sagte er. „Es gibt Waffeln."
Hanna kam dazu und hielt Bella eine Waffel hin. „Die ist für die Gemüsepolizei", sagte sie.
Neben ihnen band Arvid ein breites rotes Band um seine Tasche. „So", sagte er zufrieden. „Jetzt kann ich sie nie mehr verwechseln."
Dann nahm er einen Becher und trank einen großen Schluck.
„Arvid", sagte Hanna. „Das ist mein Becher."
„Oh", sagte Arvid.
Ende
🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu
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