Bella und Emil als Schülerlotsen
Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre„Halt! Stopp!"
Bella Brokkoli streckte die Kelle hoch in die Luft. Gerade noch rechtzeitig. Die kleine Ida Ingwer blieb mit großen Augen am Straßenrand stehen.
„Puh", flüsterte Emil Erbse. „Das war knapp."
Bella und Emil waren heute Schülerlotsen. Sie trugen leuchtend gelbe Westen und brachten die kleinen Gemüsekinder sicher über die Straße zur Schule. Eigentlich machte das großen Spaß. Doch heute stimmte etwas nicht.
Emil runzelte die Stirn. „Bella, schau dir das Schild an."
Bella drehte sich um. Das Schild, das zur Schule zeigen sollte, zeigte in die falsche Richtung. Genau in Richtung Straße.
„Deshalb wäre Ida fast falsch gelaufen", sagte Bella leise. „Das Schild ist verdreht."
Nach der Schule schauten sich die beiden genauer um. Und sie bekamen einen Schreck. Nicht nur ein Schild war verdreht. Überall im Dorf zeigten Schilder in die falsche Richtung.
„Das ist kein Zufall", sagte Emil. „Das hat jemand mit Absicht gemacht."
„Aber wer macht so etwas?", fragte Bella. „Und warum?"
Die beiden Detektive begannen sofort zu fragen. Greta Gurke, die früh in ihrem Garten arbeitete, überlegte lange.
„Gestern Abend", sagte sie, „habe ich jemanden bei den Schildern gesehen. Es war schon dunkel. Aber die Gestalt war groß."
Auch Matti Mais hatte etwas bemerkt. „Ich habe spät noch trainiert", erzählte er. „Da klang es, als würde jemand mit Werkzeug klappern. Aber gesehen habe ich niemanden."
Bella und Emil schauten sich an. „Wir müssen den Schildverdreher fangen", sagte Emil. „Heute Nacht halten wir Wache."
Als es dunkel wurde, versteckten sich Bella und Emil hinter einem Busch. Sie warteten. Und warteten. Die Blätter raschelten im Wind. Eine Eule rief. Aber niemand kam.
Emils Augen wurden schwer. Bellas Kopf sank langsam zur Seite. Beide waren eingeschlafen.
Als sie am Morgen aufwachten, zeigten schon wieder zwei neue Schilder in die falsche Richtung.
„Oh nein", stöhnte Emil. „Wir haben ihn verpasst!"
Bella ließ den Kopf hängen. Doch dann richtete sie sich auf. „Dann eben heute Nacht noch einmal", sagte sie. „Aber diesmal essen wir vorher etwas, damit wir wach bleiben. Und wir wechseln uns mit dem Wachen ab."
In der zweiten Nacht passten sie besser auf. Bella kniff sich in die Wange, wenn sie müde wurde. Emil zählte leise die Sterne.
Da – ein leises Knirschen im Gras. Schritte. Dann ein Klirren von Metall.
Eine dunkle Gestalt schlich zu einem Schild und begann, daran zu drehen.
Bella und Emil sprangen aus ihrem Versteck.
„Halt! Wer bist du?", rief Emil mutig.
Die Gestalt erschrak und ließ das Schild los. Langsam drehte sie sich um. Es war Arvid Artischocke.
„Arvid?", riefen beide überrascht.
Arvid schaute verlegen zu Boden. „Ich wollte doch nur einen Streich spielen", murmelte er. „Ich dachte, das ist lustig."
„Lustig?", sagte Bella ernst. „Heute Morgen wäre Ida fast auf die Straße gelaufen. Wegen eines verdrehten Schildes."
Arvid wurde ganz still. „Das… das wollte ich nicht", flüsterte er. „Es tut mir wirklich leid."
„Dann zeig es uns", sagte Emil. „Hilf uns, alle Schilder wieder richtig zu stellen."
Am nächsten Morgen arbeitete Arvid so fleißig wie nie. Schild für Schild stellte er gerade. Bella und Emil halfen ihm. Und als alles fertig war, stellte sich Arvid vor die anderen Gemüsekinder.
„Ich habe die Schilder verdreht", sagte er. „Das war gefährlich, und das tut mir leid. So einen Streich mache ich nie wieder."
Die Kinder nickten. Sie merkten, dass Arvid es ehrlich meinte.
An diesem Tag brachten Bella und Emil alle Kinder besonders stolz über die Straße. Jedes Schild zeigte genau dorthin, wo es hingehörte.
Ida Ingwer drehte sich noch einmal um. „Danke, dass ihr aufgepasst habt!", rief sie und winkte.
Bella und Emil winkten zurück. „Dafür sind Schülerlotsen ja da", sagte Bella lächelnd.
Ende
🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu