WUSCH!
Eine Zucchini sauste über Emils Kopf hinweg.
WUSCH! Noch eine. Sie flog über den Zaun und blieb oben im Apfelbaum hängen.
Im Garten von Bauer Fridolin flogen die Zucchini. Alle. Wie dicke grüne Raketen flogen sie kreuz und quer durch die Luft.
„Runter mit euch!", rief Emil Erbse und duckte sich.
Fridolin Frühlingszwiebel stand mitten im Beet und kratzte sich im weißen Bart.
„Ich habe doch alles gemacht wie immer", sagte er. „Gegossen. Geschaut. Gewartet. Und heute Morgen: husch, weg waren sie."
Er drehte sich zu Bella Brokkoli und Emil um.
„Gemüsepolizei, ich gebe euch einen Auftrag. Erstens: Wie viele sind es? Zweitens: Wie kriegen wir sie runter? Bis heute Abend. Sonst sind sie über dem Wald, und dann sehe ich sie nie wieder."
Emil zog sofort seinen Zettel heraus.
Er stellte sich an den Zaun und zählte. Das war gar nicht leicht, denn die Zucchini flogen hin und her.
„Zweiundvierzig", sagte er. „Ich zähle noch mal."
Er zählte noch einmal. „Zweiundvierzig. Ganz sicher."
Bella ging durchs Beet und schaute sich den Boden an. Frida Fenchel und Ida Ingwer kamen angerannt.
„Dürfen wir mithelfen? Bitte!", riefen beide.
„Ihr dürft", sagte Bella. „Sucht nach allem, was komisch aussieht."
Ida ging in die Hocke. Dann winkte sie wild. „Hier! Guckt mal!"
Auf den Blättern lag ein feiner Staub. Er glitzerte ein bisschen, wenn die Sonne draufschien.
Bella nahm etwas davon auf den Finger. „So eine Blume kenne ich nicht", sagte sie. „Wer kennt alle Pflanzen?"
„Otto!", riefen alle vier.
Bei Otto Oregano im Gewächshaus war es warm. Es roch nach zwanzig verschiedenen Kräutern.
Emil hielt ihm den Finger mit dem Staub hin. „Riech mal."
Otto roch daran. Dann noch einmal.
Otto schaute sich den Staub an. Dann wurde er ganz still. Dann ging er in die hinterste Ecke und zog einen Vorhang zur Seite.
Dort stand eine seltsame Pflanze. Sie hatte dünne Stiele. Daran saßen kleine Puschel, leicht wie Watte.
„Das Flugkraut", sagte Otto. „Sein Staub ist so leicht wie eine Feder. Leichter als alles andere. Gestern habe ich das Fenster offen gelassen. Und gestern ging der Wind genau Richtung Fridolins Garten."
Er machte das Fenster zu. „Das war mein Fehler."
„Und wie kriegen wir die Zucchini wieder runter?", fragte Emil.
Otto hob die Schultern. „Das hat noch nie jemand gebraucht."
Sie holten Christel Chicoree und Niki Nuss dazu. Christel hatte für alles einen Plan. Und Niki blieb immer ruhig.
„Probieren wir Lavendel und Minze", sagte Christel. „Das macht schwer und schläfrig."
Sie rührten ein Spray an. Bella hielt die Flasche hoch und sprühte eine Zucchini ein.
Alle schauten nach oben. Alle warteten.
Die Zucchini wurde nicht langsamer.
Sie wurde schneller.
WUSCH! Sie schoss über den Zaun, flog einmal im Kreis und landete auf Fridolins Dach.
„Oh", sagte Christel.
„Super", sagte Fridolin. „Jetzt fliegt sie Rennen."
Frida kippte vor Lachen ins Beet. Ida hielt sich den Bauch. Sogar Bella musste sich wegdrehen.
„Nicht lustig", sagte Christel. Dann lachte sie auch.
Dann wurde es still. Denn jetzt flogen auch die anderen schneller. Immer schneller.
Fridolin sagte nichts mehr. Er schaute nur zum Wald.
„Wie lange noch?", fragte Bella leise.
„Eine Stunde", sagte Fridolin. „Höchstens."
Emil setzte sich auf einen Eimer. „Einundvierzig zum Runterholen", sagte er. „Und eine auf dem Dach."
Emil strich den Haken wieder durch und schrieb die Zahl neu auf. Er schrieb sie zweimal, damit er sie nicht vergaß.
Niki Nuss setzte sich neben ihn. Sie sagte erst gar nichts.
„Was macht dich müde, Emil?", fragte sie.
Emil überlegte. „Wenn Oma mir diesen Tee gibt. Diesen gelben. Vor dem Schlafen."
Niki lächelte. „Kamille."
Sie rührten ein neues Spray an, mit Kamille. Diesmal sprühte Ida, weil sie am genauesten zielte.
Alle schauten nach oben.
Die Zucchini flog weiter. Aber langsamer. Und noch langsamer. Sie wackelte ein bisschen. Dann sank sie nach unten und landete weich im Gras.
„Sie schläft!", flüsterte Ida.
„Sie schläft", sagte Niki. „Morgen früh ist sie wieder wach."
Jetzt ging es los. Das halbe Dorf kam zum Helfen. Jeder bekam eine Sprühflasche.
„Jeder nimmt sich eine Ecke!", rief Bella. „Keiner rennt einfach los. Sonst sprühen wir uns alle nass."
Fridolin blies in seine Tröte. TRÖÖÖT!
Jetzt war überall was los! Frida warf ihr Seil über die tiefen Zucchini und zog sie herunter. Ida zielte auf die hohen. Matti Mais flitzte über das Beet. Er fing jede auf, kurz vor dem Boden.
„Hab ich!", rief Matti. „Und noch eine!"
Bella stand auf der Leiter. Sie sprühte die Zucchini im Apfelbaum. Und die landete genau in Fridolins Hut.
„Die nehme ich", sagte Fridolin.
Und Emil stand am Zaun und zählte.
„Siebenunddreißig", rief er. „Achtunddreißig. Neununddreißig."
Eine Zucchini segelte genau auf Till zu. Till duckte sich. Die Zucchini landete in Gretas Gießkanne.
„Die zählt trotzdem!", rief Emil.
Die Sonne ging schon tiefer.
„Vierzig", rief Emil. „Einundvierzig!"
Alle schauten nach oben. Der Himmel war leer.
„Und die vom Dach?", fragte Ida.
Alle drehten sich um. Auf Fridolins Dach lag die letzte Zucchini und wackelte im Wind.
Arvid Artischocke stellte die lange Leiter an die Wand und hielt sie fest. „Los, Bella", sagte er. „Ich halte. Mir rutscht nichts weg."
Bella kletterte hoch, sprühte, und die letzte Zucchini sank sanft in Mattis Arme.
„Zweiundvierzig", sagte Emil und machte einen Haken auf seinen Zettel.
Am Abend saßen alle in Fridolins Garten. Es gab warmes Brot und Ottos Kräuterbutter.
Fridolin schaute über sein ruhiges Beet. „So, meine Lieben", sagte er. „Und morgen?"
„Morgen wachen sie wieder auf", sagte Niki.
Alle schauten sie an.
„War nur Spaß", sagte Niki und lachte.
Trotzdem ging Fridolin am nächsten Morgen ganz früh in den Garten und guckte nach oben.
Ende
🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu
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