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Niki Nuss und der zappelige Tag

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre
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Am frühen Morgen war das Gemüseland noch ganz still. Die Sonne kitzelte die Blätter, ein Vogel sang sein Lied, und Niki Nuss saß auf ihrer kleinen Wiese. Sie atmete die frische Luft tief ein und wieder aus. Jeden Morgen machte sie das — einmal ganz in Ruhe ankommen. „Was für ein schöner Tag", sagte sie leise und lächelte.

Doch unten auf dem Marktplatz war von Ruhe überhaupt keine Spur.

Denn heute war Markttag! Bald würden die Gäste kommen, und noch war längst nicht jeder Stand fertig. Es gab noch so viel zu tun!

„Schneller, schneller!", rief Rudi Rotkohl und schob seine Karre viel zu schnell über die Steine. „Es muss doch alles fertig werden!"

Auch Till, Greta und Hanna liefen aufgeregt hin und her. Alle hatten es eilig. Alle waren zappelig.

Bella Brokkoli und Emil Erbse wollten am liebsten überall gleichzeitig helfen. „Kein Problem!", rief Emil. „Das schaffen wir!" Und schon sausten sie los.

Emil packte sich einen riesigen Korb Tomaten auf die Arme — so hoch, dass er kaum noch etwas sah. „Ich bringe sie schnell zu Till!", rief er und stolperte los.

RUMS! Emil stieß gegen Rudis Karre. Der Korb kippte. Und plitsch, platsch, kullerten hundert Tomaten über den ganzen Marktplatz.

„Oh nein!", rief Emil. Nun mussten alle die Tomaten wieder einsammeln. Das kostete noch mehr Zeit. Rudi schob seine Karre schnell zur Seite — und dabei fiel sofort die nächste Kiste um.

„Ich mach es besser!", rief Bella. Ganz schnell wollte sie eine bunte Fahne aufhängen und kletterte auf Mattis Leiter. Doch weil sie so schnell machte, begann die Leiter zu wackeln. Wackel, wackel — WUSCH! Bella rutschte, und die Fahne segelte davon. Sie landete — na klar — mitten auf Rudis Karre.

Rudi erschrak und zog an der Karre. Da rollten seine Kürbisse los, direkt durch Gretas schönen Gemüse-Turm. Krach! Der Turm fiel um.

Auch Hanna wollte helfen und stapelte ganz schnell ihre Körbe. Doch in der großen Eile stellte sie einen schief — und der ganze Stapel purzelte um. Kartoffeln kullerten in alle Ecken. „Nicht auch das noch!", rief Hanna.

Jetzt wurden alle unruhig. Einer seufzte, einer schimpfte, alle liefen kreuz und quer. „Pass doch auf!" — „Ich hab keine Zeit!" — „Wo ist mein Korb?" Und je schneller sie machten, desto mehr ging schief.

Und dann geschah alles auf einmal. Ein Korb fiel um. Eine Kiste rutschte. Zwei Gemüse stießen zusammen — PLUMPS! — und saßen mitten im Matsch. Rudis Karre rollte ganz allein den kleinen Hügel hinunter und blieb erst unten am Brunnen stehen.

Alle blieben stehen. Keiner wusste mehr, wo er anfangen sollte. Der ganze Marktplatz war ein einziges Durcheinander.

„Das wird ja immer schlimmer statt besser", flüsterte Emil ganz traurig und schaute auf das große Durcheinander.

Da kam Niki Nuss über den Platz. Ganz ruhig. Ganz langsam. Sie lächelte freundlich.

„Halt", sagte sie leise. „Einmal alle stehen bleiben. Und ganz tief durchatmen."

„Durchatmen? Jetzt?", rief Rudi. „Wir haben doch überhaupt keine Zeit dafür!"

„Gerade jetzt ist es wichtig", sagte Niki ruhig. „Wer zu schnell macht, macht Fehler. Wer ruhig ist, wird schnell. Vertraut mir — nur einmal."

Die anderen schauten sich an. So richtig glaubten sie es nicht. Aber sie waren auch zu müde, um noch schneller zu rennen. Also machten sie mit.

„Atmet tief durch die Nase ein — als würdet ihr an einer Blume riechen." Alle atmeten ein. Emil kicherte zuerst und verschluckte sich fast. „Noch einmal", sagte Niki freundlich. „Und jetzt ganz langsam wieder aus — als würdet ihr eine Kerze auspusten." Alle atmeten aus. Tief ein … und langsam aus. Und noch einmal.

Und langsam, ganz langsam, wurde etwas anders. Die Schultern wurden locker. Die Köpfe wurden klar. Der zappelige Tag wurde ein kleines bisschen stiller.

„Und jetzt", sagte Niki, „macht jeder eine Sache nach der anderen. In Ruhe. Der Reihe nach."

Und plötzlich ging alles ganz leicht. Rudi holte in Ruhe seine Karre vom Brunnen und stellte seine Kürbisse ordentlich auf. Matti hielt die Leiter ganz fest, und Bella hängte die Fahne gerade und schön auf. Frida sammelte die letzten Tomaten ein und reichte sie Till, der daraus eine glänzende Pyramide stapelte. Greta baute ihren Turm neu — und diesmal wackelte nichts. Hanna sammelte ihre Kartoffeln ein und stapelte die Körbe, einen nach dem anderen, ganz gerade. Und Emil? Emil trug immer nur so viele Tomaten, wie er auch tragen konnte.

Einer half dem anderen, statt wild herumzurennen. Es war viel ruhiger als vorher — und trotzdem viel schneller. Wer fertig war, half beim Nächsten. So wurde der Marktplatz Stand für Stand hübsch und bunt.

Und nach und nach war tatsächlich jeder Stand fertig. Bunt, ordentlich und wunderschön — ganz ohne Hetze.

Als dann die ersten Gäste kamen, wurde der Markttag herrlich. Sie staunten über die vollen, bunten Stände. Es duftete nach frischem Gemüse, es wurde gelacht, gehandelt und genascht bis zum Abend. Und niemand hätte gedacht, dass hier am Morgen noch das größte Durcheinander gewesen war.

Und als später alle müde, aber glücklich beieinandersaßen, schob Rudi seine Karre ein letztes Mal heran — diesmal ganz langsam. „Weißt du, Niki", sagte er, „dein Durchatmen war der beste Trick des ganzen Tages."

Niki lächelte. „Den könnt ihr immer benutzen. Wenn es einmal zu wild wird: kurz anhalten und tief durchatmen."

Und so machten es die Gemüse von nun an. Immer wenn es irgendwo zu zappelig wurde, hielten sie kurz an, atmeten tief ein … und ganz langsam wieder aus.

Ende

🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu