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Dr. Dunkels großer Plan

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre
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Es war ein sonniger Morgen im Gemüseland. Die Sonne schien warm, und überall roch es nach frischem Gemüse. Bella Brokkoli und Emil Erbse gingen gemütlich über den Marktplatz. Da blieb Emil plötzlich stehen.

„Bella, schau mal!" An der großen Eiche klebte ein kleiner, schwarzer Zettel. In wackeliger Schrift stand darauf: „Wer mich sucht, muss mutig sein. Findet die Rätsel – Stück für Stück, ganz fein." Darunter war ein winziges dunkles Blatt gemalt.

Bella wurde ganz still. „Dieses Zeichen kenne ich", flüsterte sie. „Das ist von Dr. Dunkel."

Dr. Dunkel! Der kleine Schurke aus dem dunklen Wald. Lange hatte niemand mehr etwas von ihm gehört. Und jetzt klebten überall im Dorf solche Zettel. Einer am Brunnen. Einer im Kohlbeet. Einer sogar in Rudis Gießkanne.

„Was soll das nur?", brummte Rudi Rotkohl und hielt einen ganz nassen Zettel hoch. „Der lag mitten in meiner Gießkanne!"

Die anderen Gemüse flüsterten ängstlich. „Bestimmt plant Dr. Dunkel seinen größten Streich!", rief Emil und schluckte.

„Ein Fall für die Gemüsepolizei", sagte Bella fest. „Komm, wir lösen die Rätsel. Nur so finden wir heraus, was er vorhat."

Auf dem ersten Zettel stand: „Such das nächste dort, wo das Wasser springt."

„Der Brunnen!", rief Emil und rannte los. Er schaute oben. Er schaute unten. Er schaute sogar in den Eimer. „Hier ist nichts", sagte er und ließ die Schultern hängen. „Gar nichts."

Bella las das Rätsel noch einmal. „Wasser, das springt", sagte sie langsam. „Der Brunnen plätschert nur. Aber weißt du, wo das Wasser wirklich springt?"

Emils Augen wurden groß. „Der kleine Wasserfall am Bach!"

Und wirklich: Auf einem flachen Stein hinter dem Wasserfall lag der nächste Zettel, ganz nass. „Weiter geht's dorthin, wo die Bäume flüstern und es dunkel wird."

Emil schluckte wieder. „Das ist … der dunkle Wald."

Langsam gingen die beiden zum Waldrand. Zwischen den Bäumen war es kühl und schattig. Ein Ast knackte. KNACK! Emil zuckte zusammen. Am ersten Baum hing schon der nächste Zettel.

Doch gerade als Bella danach griff — WUSCH! — kam ein Windstoß. Der Zettel riss sich los und segelte tief in den dunklen Wald hinein.

„Nein!", rief Bella und lief hinterher. Doch der Zettel war weg. Verschwunden zwischen den Bäumen.

Emil blieb stehen. Es wurde immer dunkler. Die Bäume waren so hoch, dass kaum noch Sonne durchkam. Irgendwo rief eine Eule. Huuu-huuu! Etwas raschelte im Gebüsch, und Emil rückte ganz nah an Bella heran. „Jetzt finden wir ihn nie", sagte er leise. „Und ich … ich mag nicht weiter da rein, Bella. Es ist so dunkel."

Bella biss sich auf die Lippe. Auch ihr Herz klopfte schnell. Vielleicht sollten sie wirklich umkehren?

„Nicht umkehren!", rief da eine helle Stimme. Zwischen den Farnen sprang Frida Fenchel hervor. Frida hatte vor gar nichts Angst.

„Ich habe euch gesucht", sagte Frida. „Und ich habe den Zettel gefunden — da hinten, an der alten hohlen Eiche!" Sie hielt das Papier hoch. „Kommt, ich kenne den Weg. Zusammen ist der Wald gar nicht mehr so gruselig."

Emil atmete tief durch. „Zusammen", sagte er. „Okay. Dann trau ich mich."

Frida ging vorne. Bella in der Mitte. Emil hielt sich an Bellas Hand. Schritt für Schritt gingen sie tiefer in den Wald. Auf dem Zettel stand nur ein Satz: „Wenn du das Licht siehst, hast du mich gefunden."

Und da — zwischen den Bäumen — leuchtete tatsächlich ein warmes Licht. Es kam aus einer großen hohlen Eiche.

Die drei blieben davor stehen. Aus dem Baum hörte man ein leises Rascheln. Emils Beine zitterten ein bisschen. „Da drin ist er", flüsterte er.

„Wir gehen zusammen", sagte Bella. „Eins … zwei … drei."

Ganz mutig traten sie durch die dunkle Öffnung. Und dann blieben sie stehen und staunten.

Im Inneren des Baumes war es gar nicht gruselig. Überall hingen bunte Fähnchen. Auf einem Tisch stand ein kleiner Kuchen. Und an der Wand stand in großen Buchstaben: „WILLKOMMEN".

In der Mitte saß Dr. Dunkel. Sein schwarzer Mantel war viel zu groß für ihn. Als er die drei sah, sprang er auf — und wurde ganz rot.

„Ihr … ihr seid wirklich gekommen", sagte er leise.

„Ist das dein großer Streich?", fragte Emil vorsichtig.

Dr. Dunkel schaute zu Boden. „Es ist kein Streich", sagte er. „Es ist … eine Einladung. Ich wollte euch fragen, ob ihr meine Freunde sein wollt. Aber ich bin so schüchtern. Da habe ich mir die Rätsel ausgedacht. Nur die Mutigsten würden mich finden, dachte ich." Er wischte sich über die Augen. „Hier im Wald ist es nämlich sehr allein."

Bella lächelte warm. „Du hättest doch einfach fragen können", sagte sie.

„Aber jetzt sind wir ja hier", sagte Frida und schnappte sich ein Stück Kuchen.

Da lachte Dr. Dunkel zum allerersten Mal. Es war ein fröhliches Lachen, gar nicht fies.

Sie setzten sich zusammen unter die bunten Fähnchen und aßen von dem Kuchen. Er schmeckte nach Beeren und ein kleines bisschen nach Schokolade. Dr. Dunkel erzählte von seinem Wald — von den leuchtenden Käfern und von dem Bach, der nachts leise singt. Emil hörte gespannt zu und merkte: Der dunkle Wald war gar nicht so schlimm, wenn man einen Freund darin hatte.

Als es Zeit wurde zu gehen, drückte Dr. Dunkel jedem noch einen letzten Zettel in die Hand. Darauf stand: „Kommt ihr bald wieder? Euer Freund, Dr. Dunkel."

„Na klar kommen wir wieder", sagte Bella.

Und während sie nach Hause gingen, drehte Emil sich noch einmal um. Aus der hohlen Eiche winkte ein kleiner dunkler Schatten. Und Emil winkte fröhlich zurück.

Ende

🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu