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Matti Mais und der wackelige Steg

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre

In der Nacht hatte es geregnet. Richtig doll. Am Morgen glitzerte alles nass in der Sonne, und der Bach im Gemüseland war ganz dick und schnell geworden. Er rauschte viel lauter als sonst und schwappte fast bis ans Ufer.

Bella Brokkoli und Emil Erbse wollten zum Sportplatz. Denn heute war das große Ballspiel! Alle freuten sich schon seit Tagen darauf.

Doch am Bach blieben die beiden erschrocken stehen.

„Oh nein!", rief Emil.

Der alte Holzsteg über den Bach war eingebrochen. Ein Ende hing schief ins Wasser. Und PLATSCH — genau in diesem Moment rutschte ein Brett hinein und trieb davon.

Am Ufer stand Matti Mais und kratzte sich am Kopf. Matti konnte gut bauen und reparieren.

„Der Regen war zu stark", sagte Matti. „Der Steg hält nicht mehr. Und ohne Steg kommt niemand über den Bach."

Bella schaute auf die andere Seite. Dort lag der Sportplatz. „Aber da müssen wir doch alle rüber", sagte sie. „Zum Ballspiel!"

„Und drüben warten schon alle", sagte Emil. Vom Sportplatz klang fröhliches Rufen herüber.

„Ohne Steg kommt hier niemand hinüber", sagte Matti. „Aber keine Sorge — ich repariere das."

Er holte ein langes Brett und legte es quer über den Bach. „So. Der Erste kann rüber."

Die kleine Ida Ingwer war schon da. Mutig setzte sie einen Fuß auf das Brett. Wackel, wackel. Sie machte einen zweiten Schritt.

Da rutschte das Brett zur Seite. Ida sprang schnell zurück ans Ufer — und PLATSCH, das Brett fiel ins Wasser.

„Puh!", rief Ida. „Das war knapp."

„Ein einzelnes Brett ist zu wenig", sagte Matti. „Wir bauen einen richtigen Steg."

Jetzt packten alle mit an. Matti, Bella, Emil und Ida legten viele Bretter nebeneinander. Sie schoben und zogen und pusteten, weil es so schwer war. Bald sah es aus wie ein echter Steg.

„Das hält bestimmt", sagte Emil stolz.

Vorsichtig ging Hanna Hirse als Erste hinüber. Ein Schritt. Noch ein Schritt. Bis in die Mitte.

Da — KNACK!

Der Steg brach genau in der Mitte durch. Hanna wackelte, ruderte mit den Armen — und sprang im letzten Moment zurück ans Ufer. Die Bretter klatschten ins Wasser und trieben davon.

Alle waren ganz still. Hanna atmete schnell.

„Das hätte schiefgehen können", flüsterte Bella.

Emil ließ die Schultern hängen. „Der Bach ist einfach zu wild", sagte er leise. Von der anderen Seite hörte man die anderen fröhlich rufen — nur hinüber kam eben niemand.

Matti setzte sich auf einen Stein. Er dachte nach. Er schaute auf den Bach. Er schaute auf die kaputten Bretter. Dann sprang er auf.

„Ich hab's!", rief er. „Zwei Fehler haben wir gemacht. Erstens: In der Mitte braucht der Steg eine Stütze. Zweitens: Die Bretter dürfen nicht nur lose liegen — wir müssen sie festbinden!"

„Eine Stütze mitten im Bach?", fragte Bella. „Wie soll das gehen?"

„Da!", sagte Matti und zeigte auf einen großen, dicken Stein am Ufer. „Der kommt in die Mitte. Aber einer muss ihn drüben festhalten, damit er nicht wegrollt. Und einer muss ans andere Ufer, um die Bretter dort festzumachen."

Alle schauten auf den Bach. Er war tief und schnell. Wie sollte jemand hinüberkommen?

„Über den alten Ast", sagte Matti leise. Ein dicker Ast lag hoch über dem Wasser, von einem Ufer zum anderen. „Da muss jemand balancieren. Ganz vorsichtig."

Es wurde still. Der Ast war schmal. Unten rauschte das Wasser.

„Ich mach das", sagte Matti. „Ich kann gut balancieren."

„Wir halten dich!", riefen die anderen.

Ganz langsam kletterte Matti auf den Ast. Ein Schritt. Die Arme weit ausgestreckt wie ein Seiltänzer. Noch ein Schritt. Unten gluckerte und rauschte der Bach. Bella hielt die Luft an. Emil drückte ganz fest die Daumen.

In der Mitte begann der Ast zu schwanken. Wackel, wackel. Matti blieb kurz stehen. Sein Herz klopfte bis zum Hals. Er schaute nicht nach unten — nur nach vorne, zum anderen Ufer.

„Du schaffst das, Matti!", rief Ida.

Matti atmete noch einmal tief durch. Ein Schritt. Und noch ein Schritt. Und dann — sprang er sicher ans andere Ufer.

„Geschafft!", jubelten alle.

Jetzt ging es schnell. Gemeinsam rollten sie den dicken Stein in die Mitte des Bachs — als starke Stütze. Bella und Emil legten die Bretter darüber. Ida reichte lange Ranken — dünne Pflanzen-Schnüre — zum Festbinden. Matti knotete sie auf seiner Seite fest, Hanna auf ihrer. Fest und noch fester.

„Zieht alle mit!", rief Matti. Und alle zogen an den Ranken, bis die Knoten ganz fest saßen und sich kein einziges Brett mehr bewegte.

„Und jetzt", sagte Matti, „binden wir an den Seiten noch zwei Ranken als Geländer. Zum Festhalten."

Als alles fertig war, sah der neue Steg richtig stark aus.

„Wer probiert?", fragte Emil.

„Alle zusammen", sagte Bella. „Aber langsam."

Vorsichtig gingen sie hinüber. Einer nach dem anderen. Der Steg wackelte kein bisschen. Er hielt. Er hielt wirklich!

„Er hält!", jubelte Ida. „Jetzt können wir alle hinüber zum Ballspiel!"

Alle rannten lachend über den festen Steg zum Sportplatz. Der Steg blieb ruhig und stark und wackelte kein bisschen. Das Spiel wurde wunderbar, und niemand hatte auch nur nasse Füße bekommen.

Am Abend stand Matti noch einmal am Bach und schaute stolz auf seinen neuen Steg mit dem Geländer.

„Der hält jetzt für immer", sagte er.

„Weißt du, was das Schönste ist?", sagte Bella. „Ein Ballspiel ist am Abend vorbei. Aber dieser Steg — der bleibt. Den haben wir zusammen gebaut, und über den laufen wir noch ganz lange."

Und so war es. Der wackelige Steg war weg. Der starke Steg blieb — und über ihn liefen von nun an alle sicher hinüber zum Sportplatz.

Ende

🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu