Idas Lieblingsstück ist weg
Vorlese-Fassung · 3–8 JahreIda Ingwer hatte ein Lieblingsstück. Es war ein kleines Stoff-Häschen und hieß Hoppel. Hoppel hatte weiche, lange Ohren und einen kleinen Knopf als Nase. Ida liebte ihn über alles. Jeden Abend nahm sie ihn mit ins Bett und flüsterte ihm gute Nacht. Ohne Hoppel konnte Ida gar nicht einschlafen.
Doch an diesem Abend war Hoppel weg.
Ida suchte unter dem Bett. Sie suchte im Körbchen. Sie suchte hinter der Tür. Nichts. Ihre Augen wurden ganz nass.
„Hoppel ist weg", schluchzte sie, als Bella Brokkoli und Emil Erbse vorbeikamen.
„Keine Sorge", sagte Bella sanft. „Ein Fall für die Gemüsepolizei. Wir helfen dir suchen. Wo hast du heute überall gespielt?"
Ida wischte sich die Tränen ab und überlegte ganz fest. „Zuerst… zuerst war ich auf der Spielwiese", sagte sie leise.
Also liefen die drei zur Spielwiese. Sie suchten im Gras. Sie schauten unter der Rutsche. Sie guckten sogar oben in der Schaukel und hinter dem großen Stein. Bella kroch unter die Bank, und Emil suchte Halm für Halm im hohen Gras. Ida schaute in jedem Winkel nach, in dem Hoppel sich verstecken könnte.
Doch Hoppel war nirgends. Kein weiches Ohr, kein Knopf-Näschen — gar nichts.
„Hier ist er nicht", sagte Emil und ließ die Schultern hängen.
Da kam Greta Gurke vorbei. „Ein Stoff-Häschen? Ich habe eins gesehen!", sagte sie. „Beim Brunnen!"
Schnell liefen alle zum Brunnen. Und wirklich — dort lag ein Stoff-Häschen im Gras. Ida rannte hin, und ihr Herz machte einen kleinen Freudensprung. „Hoppel!"
Doch dann, ganz nah, wurde sie still. Das Häschen war größer und hatte einen blauen Schal.
„Das ist nicht Hoppel", sagte sie leise und traurig. „Das gehört der kleinen Lara."
Es wurde langsam dunkel. Am Himmel zeigten sich die ersten Sterne. Ida setzte sich auf einen Stein und weinte. „Ich finde ihn nie wieder", flüsterte sie. „Und ohne Hoppel kann ich nicht schlafen."
Bella setzte sich neben sie und legte ihr den Arm um die Schulter. „Weine nicht", sagte sie sanft. „Wir geben nicht auf. Wir suchen so lange, bis wir ihn haben. Versprochen."
Emil nickte. „Ganz bestimmt." Dann dachte er nach. Ganz fest.
„Warte, Ida", sagte er dann. „Ich habe eine Idee. Wir gehen deinen ganzen Tag noch einmal durch — Schritt für Schritt, von morgens bis jetzt. Irgendwo muss Hoppel ja aus deinen Armen gerutscht sein. Was hast du nach der Spielwiese gemacht?"
Ida schniefte. „Dann… dann habe ich Beeren gesammelt. Mit meinem Körbchen."
„Und hattest du Hoppel da noch dabei?", fragte Bella.
Ida dachte nach. „Ja! Ich habe ihn ins Körbchen gelegt, damit er die Beeren bewacht."
„Dann schauen wir erst dort, wo du gepflückt hast!", rief Emil. Sie liefen zu den Beerenbüschen am Bach. Vorsichtig schoben sie die Zweige zur Seite und suchten im Gras darunter. Emil schaute sogar unter die niedrigen Blätter, und Bella spähte hinter jeden Busch. Ein bisschen Hoffnung war wieder da. Doch Hoppel war auch hier nicht.
„Er ist nicht hier", sagte Ida traurig.
„Dann hast du ihn weitergetragen", überlegte Bella. „Wo hast du die Beeren danach hingebracht?"
„Zu Otto", sagte Ida. „Für den Kräutertee."
Sie liefen den ganzen Weg zu Ottos Gewächshaus. Ida rannte voraus, so schnell sie konnte. „Bitte, bitte lass ihn da sein", flüsterte sie immer wieder. Ihr kleines Herz klopfte ganz schnell, und ein winziges bisschen Hoffnung wuchs in ihr.
Otto stand zwischen seinen Kräutertöpfen und sah die drei ganz aufgeregt hereinkommen. „Na, was sucht ihr denn so eilig?", fragte er freundlich.
„Mein Hoppel!", rief Ida. Auf dem Tisch stand noch ihr Beeren-Körbchen. Ida schaute hinein — doch da war nur noch eine einzige Beere.
„Hier ist er auch nicht", flüsterte Ida, und ihre Lippe zitterte.
Doch Bella schaute genau hin. Neben dem Tisch stand ein zweiter, größerer Korb, in den Otto die Beeren umgefüllt hatte. Bella schob die Beeren vorsichtig zur Seite.
Und da — ganz unten — schaute ein weiches, langes Ohr hervor.
„Hoppel!", rief Ida.
Sie zog das Häschen heraus und drückte es ganz fest an sich. „Hoppel! Da bist du ja!" Vor Freude machte Ida einen kleinen Hüpfer. Ein paar kleine Beerenflecken hatte Hoppel abbekommen, aber sonst war er heil und ganz.
„Er ist beim Umfüllen mit in den großen Korb gerutscht", lachte Otto. „Da hat er die ganze Zeit gut auf die Beeren aufgepasst."
Ida strahlte über das ganze Gesicht. Ihre Tränen waren wie weggewischt, und statt Traurigkeit hüpfte jetzt lauter Freude in ihr. „Danke", sagte sie leise und drückte erst Bella und dann Emil ganz fest. „Ihr habt ihn wirklich gefunden. Ich dachte schon, er ist für immer weg."
„Weil wir Schritt für Schritt überlegt haben", sagte Emil stolz. „Wo warst du zuerst, wo danach — so findet man alles wieder. Und weil wir nicht aufgegeben haben."
„Genau", sagte Bella und strich Ida über den Kopf. „Zusammen findet man fast alles wieder."
„Und weißt du, was das Schönste ist?", sagte Bella und lächelte. „Freunde suchen mit dir, bis alles wieder gut ist. Ganz egal, wie lange es dauert."
Ida nickte glücklich und hielt Hoppel fest.
Am Abend brachten Bella und Emil die kleine Ida nach Hause. Ida kuschelte sich in ihr Bett, Hoppel fest im Arm.
„Gute Nacht, Hoppel", flüsterte sie und strich ihm über die weichen Ohren. „Und gute Nacht, ihr Lieben. Ich hab die allerbesten Freunde der ganzen Welt."
Draußen leuchteten die Sterne über dem Gemüseland. Und Ida schlief mit einem glücklichen Lächeln ein — Hoppel ganz dicht an ihrem Herzen.
Ende
🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu