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Der Müll im Teich

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre

An diesem heißen Tag wollten alle zum Teich — doch dort wartete eine schlimme Überraschung. Im Gemüseland gab es nämlich einen schönen, kühlen Badeteich. Dort quakten die Frösche, schwammen die Enten, und man konnte die Füße ins Wasser halten.

Doch als Bella Brokkoli und Emil Erbse ankamen, blieben sie erschrocken stehen.

„Oh nein!", rief Emil.

Der ganze Teich war voller Müll. Überall schwammen leere Becher, altes Papier und eine kaputte Tüte. Am Ufer lag sogar ein einzelner Schuh.

Ein kleiner Frosch saß traurig auf einem Blatt. „Hier kann man nicht mehr baden", quakte er leise. „Überall ist Müll. Das mag ich nicht."

Die Enten schnatterten aufgeregt und liefen durch das flache Wasser zwischen den Bechern hindurch.

„Das ist ja schrecklich", sagte Bella. „Der arme Teich!" Sie schaute sich um. „Woher kommt bloß der ganze Müll?"

Emil nickte. „Ein Fall für die Gemüsepolizei", sagte er. „Wir finden es heraus. Und wir machen den Teich wieder sauber!"

Als Erstes wollten sie den Müll einfach herausholen. Bella holte ein großes Netz, Emil einen Eimer. Fleißig sammelten sie ein: einen Becher, noch einen, das nasse Papier, die kaputte Tüte.

Auch die anderen halfen. Rudi Rotkohl kam mit seiner Karre. Hanna Hirse brachte Handschuhe mit. Sogar der kleine Frosch hüpfte mit und zeigte, wo noch etwas im Wasser trieb.

Nach einer Weile war der Teich wieder sauber. Das Wasser glitzerte in der Sonne.

„Geschafft!", rief Emil stolz und wischte sich die Stirn. „So schön war es lange nicht."

Der Frosch quakte fröhlich und sprang gleich ins klare Wasser. Alle gingen zufrieden nach Hause.

Doch am nächsten Morgen kam Bella zum Teich — und traute ihren Augen nicht.

Der Müll war wieder da. Genauso viel wie vorher. Becher, Papier und eine Tüte schwammen im Wasser.

„Aber … das gibt es doch nicht!", rief Bella. „Wir haben doch gestern alles sauber gemacht!"

Emil kam dazu und ließ die Schultern hängen. „Und heute ist alles wieder voll", sagte er leise. „Wenn das jeden Tag so weitergeht, wird der Teich nie mehr richtig sauber."

Der Frosch saß wieder traurig auf seinem Blatt. „Vielleicht muss ich wegziehen", sagte er leise.

Einen Moment wussten die beiden nicht weiter. Immer nur einsammeln — und am nächsten Tag von vorn? So konnte es nicht gehen.

„Vielleicht wirft jemand den Müll extra hinein?", überlegte Bella. Doch sie schaute sich um und sah niemanden. Weit und breit war kein Gemüse zu entdecken. „Nein", sagte sie, „so ist es auch nicht."

„Warte mal", sagte Emil langsam. „Wenn der Müll immer wiederkommt, dann kommt er von irgendwo her. Wir müssen herausfinden, woher. Sonst hört es nie auf."

Er holte seine Lupe heraus und schaute sich das nasse Papier ganz genau an. „Schau, Bella. Auf dem Papier ist ein kleiner Apfel gemalt. So einen gibt es beim Obst auf dem Markt!"

„Zum Markt!", rief Bella.

Sie liefen dem Wind nach, der vom Markt herüberwehte. Und immer mehr kleine Papierchen lagen im Gras. Fast wie eine Spur.

Am Rand des Marktplatzes blieben sie stehen. Dort war eine Ecke, in die alle ihren Müll warfen. Aber es war nur ein großer, offener Haufen. Kein Deckel, nichts. Und immer, wenn der Wind kam — WUSCH! — pustete er Becher und Papier davon. Direkt bis zum Teich.

„Da ist es!", rief Emil. „Der Wind trägt den Müll vom Haufen bis ins Wasser. Deshalb ist der Teich jeden Morgen wieder voll!"

„Jetzt verstehe ich es", sagte Bella. „Wir haben immer nur den Teich sauber gemacht. Aber der Müll kam ja von hier."

Schnell riefen sie alle zusammen. Rudi, Hanna, Otto Oregano und viele mehr kamen auf den Marktplatz.

„Wir müssen den Müll anders sammeln", sagte Bella. „So, dass der Wind ihn nicht mehr wegpusten kann."

„Und wir tun ihn gleich an den richtigen Platz", sagte Otto und lächelte. „Dann ist sogar noch etwas Gutes dabei."

Gemeinsam bauten sie drei große Tonnen mit festen Deckeln und stellten sie ordentlich nebeneinander.

„In die erste kommen die Schalen und Reste vom Gemüse", sagte Otto. „Daraus mache ich gute Erde für den Garten."

„In die zweite kommen die leeren Becher und Flaschen", sagte Bella.

„Und in die dritte das Papier", sagte Emil.

Jetzt hatte jeder Müll seinen Platz. Und weil die Tonnen einen Deckel hatten, konnte der Wind nichts mehr wegpusten.

Zum Schluss räumten alle zusammen den alten Haufen weg. Rudi fuhr Karre um Karre. Hanna fegte den Platz sauber. Und Otto füllte die erste Tonne mit Gemüseschalen — für seine neue Garten-Erde.

Sogar Arvid Artischocke half mit. Er schnappte sich einen viel zu großen Sack — und stolperte natürlich sofort. PLUMPS! Der Sack flog durch die Luft und landete genau in der richtigen Tonne. „Volltreffer!", rief Arvid und grinste. Da mussten alle lachen.

Am nächsten Morgen lief Bella neugierig zum Teich. Und diesmal —

Der Teich war sauber. Das Wasser glitzerte klar in der Sonne. Kein einziger Becher trieb mehr darin.

Der kleine Frosch machte einen Freudensprung vom Blatt ins Wasser. „Platsch! Jetzt bleibe ich hier!", quakte er glücklich. Die Enten schnatterten und schwammen fröhlich ihre Runden.

„Weißt du, was das Schönste ist?", sagte Emil. „Jetzt bleibt der Teich ganz von allein sauber."

Bella nickte. „Und Ottos Garten bekommt neue Erde — aus dem, was vorher nur herumlag."

Von da an brachte jeder im Gemüseland seinen Müll zu den drei Tonnen mit den Deckeln. Und der Badeteich blieb kühl, klar und sauber — den ganzen Sommer lang.

Ende

🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu