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Otto gegen den Tannenzapfen

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre

Jeden Abend steht Otto Oregano am Feldrand und schnuppert.

Er hält die Nase in den Wind. Er macht die Augen zu. Er schnuppert noch einmal.

Und dann sagt er, wie das Wetter morgen wird.

Meistens hat er recht.

„Meistens", sagte Benno Bohne. „Nicht immer."

Benno hatte etwas mitgebracht. Einen Stock. Oben auf dem Stock steckte ein Tannenzapfen.

„Das ist mein Wetter-Zapfen", sagte Benno stolz. „Wenn es trocken wird, macht er seine kleinen Blättchen auf. Dann kommt Sonne. Wenn es nass wird, macht er sie zu. Dann kommt Schnee. Oder Regen."

Otto guckte den Tannenzapfen an. Der Tannenzapfen guckte nicht zurück.

„Meine Nase", sagte Otto, „ist besser als ein Tannenzapfen."

„Das", sagte Benno, „werden wir sehen."

Und so fing der große Wettstreit an. Fünf Tage lang. Ottos Nase gegen Bennos Zapfen.

Aber einer musste aufpassen, dass es gerecht zugeht.

„Die Gemüsepolizei", sagte Otto.

„Die Gemüsepolizei", sagte Benno.

Bella Brokkoli holte ein großes Brett und Kreide. Oben malte sie eine Nase hin. Und daneben einen Tannenzapfen. Jeden Morgen wollte sie darunter malen, wer recht hatte.

Emil Erbse bekam die Kreide für die Striche.

Am ersten Abend schnupperte Otto. „Morgen: Sonne."

Der Zapfen war weit offen. „Morgen: Sonne", sagte Benno.

Am Morgen schien die Sonne.

Bella malte zwei Sonnen. Emil machte zwei Striche. Einen unter die Nase, einen unter den Zapfen.

Am zweiten Abend schnupperte Otto. „Morgen: Schnee."

Der Zapfen war immer noch weit offen. „Morgen: Sonne", sagte Benno.

Am Morgen schneite es.

„Mein Zapfen ist kaputt!", rief Benno.

Bella guckte sich den Zapfen an. Er war ganz trocken. Viel zu trocken für einen Schneetag.

„Benno", fragte sie, „wo steht dein Zapfen, wenn du nicht hier bist?"

Benno wurde ganz leise.

„In meiner Küche", sagte er. „Neben dem Ofen. Ich wollte nicht, dass er friert."

„Der Zapfen sitzt ja den ganzen Tag im Warmen", sagte Bella. „Der kann doch gar nicht merken, dass draußen Schnee kommt!"

Da stellte Benno seinen Zapfen nach draußen in den Schnee. Und Emil machte einen Strich unter die Nase.

Am dritten Abend schnupperte Otto.

„HATSCHI!"

Er schnupperte noch mal.

„HATSCHI! HATSCHI!"

Otto hatte Schnupfen. Seine Nase war zu. Ganz zu.

„Morgen …", sagte er, „… keine Ahnung. Ich rieche nur Taschentuch."

Der Zapfen draußen im Schnee hatte seine Blättchen fest zugemacht. „Morgen: Schnee", sagte Benno.

Am Morgen schneite es.

Emil machte einen Strich unter den Zapfen.

„Das zählt nicht", sagte Otto. „Ich hatte Schnupfen."

„Zählt doch", sagte Emil.

Den ganzen Tag trank Otto heißen Tee mit Honig. Er zog dicke Wollsocken an. Er legte sich einen warmen Schal um die Nase. Und am Abend schnupperte er vorsichtig.

„Ich rieche was", sagte er. „Ich rieche WIEDER was!"

Am vierten Abend war der Schnupfen ganz weg. Otto und der Zapfen sagten beide: „Morgen: Schnee." Und es schneite. Zwei Striche.

Jetzt kamen jeden Morgen mehr Leute zu Bellas Brett. Lara zeigte auf die gemalten Sonnen und klatschte. Rudi wettete mit Kalle um einen Apfel.

Und unter der Nase und unter dem Zapfen standen gleich viele Striche.

Der letzte Abend.

Das ganze Dorf stand am Feldrand. Es war ganz still.

Otto hielt seine Nase in den Wind. Er machte die Augen zu. Er schnupperte. Einmal. Zweimal. Dreimal.

„Morgen", sagte er, „kommt Sonne."

Alle guckten zu Benno.

Der Zapfen hatte seine Blättchen fest zugemacht. Ganz fest.

„Morgen", sagte Benno, „wird es nass."

„Sonne", sagte Otto.

„Nass", sagte Benno.

Bella malte eine Sonne unter die Nase und einen Tropfen unter den Zapfen. Dann gingen alle ins Bett.

Am Morgen rannten Bella und Emil als Erste nach draußen.

Vom Himmel kam dicker, nasser Schnee. Er machte PLATSCH, wenn er auf den Boden fiel.

Keine Sonne. Nirgends.

Emil machte einen Strich unter den Zapfen. Einen einzigen.

„Der Zapfen hat gewonnen", sagte er. „Mit einem Strich mehr."

Benno sprang in die Luft. Er sprang so hoch, dass seine Mütze runterfiel.

Otto guckte auf das Brett.

„Ich hab verloren", sagte er. „Gegen einen Tannenzapfen! Das ärgert mich." Dann guckte er noch einmal hin. „Das war wegen dem Schnupfen."

„Ja", sagte Emil. „Aber es zählt."

Dann ging Otto zu Bennos Stock. Er nahm den Tannenzapfen in die Hand. Er hielt ihn sich unter die Nase und schnupperte daran.

„Hm", sagte er. „Riecht nach Schnee."

Und dann lachte er. Und Benno lachte auch.

Seitdem steht Otto jeden Abend am Feldrand und schnuppert.

Er hält die Nase in den Wind. Er macht die Augen zu.

Und in der Hand hält er einen Tannenzapfen.

Nur zur Sicherheit.

Ende

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🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu